Holzzerstörende Insekten2022-10-19T16:32:45+01:00

Holzzerstörende Insekten – Gefahr für Bäume im Garten

Holzzerstörende Insekten lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen, und zwar in frischholzzerstörende und totholzzerstörende Arten. Totholzzerstörende Arten sind eine Bedrohung für Gebäude und auch für hölzerne Objekte anderer Art. Aus Sicht der Baumgesundheit sind vor allem die frischholzzerstörenden Arten wichtig.

Wir stellen Ihnen einige der am weitesten verbreiteten Schadinsekten für lebende Bäume vor: Borkenkäfer, Bockkäfer, Holzwespen und Weidenbohrer. Für die Beratung, Baumuntersuchungen, Präventionsmaßnahmen und die Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten in Gärten Grünflächen können Sie sich jederzeit gerne an Sam’s Baumpflege wenden.

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Borkenkäfer - Baumpflege München- Sams Baumpflege

Borkenkäfer

Borkenkäfer gehören zur Familie der Rüsselkäfer, die weltweit 4.000 Arten und in Europa 154 Arten umfasst. Als holzzerstörende Insekten mit großem Schadpotenzial sind vor allem zwei Arten sehr ernst zu nehmen: der Buchdrucker und der Kupferstecher. Buchdrucker sind von brauner Farbe und erreichen eine Länge bis zu 5 mm. Der Kupferstecher ist mit einer Länge bis zu 3 mm etwas kleiner. Seinen Namen verdankt er seinen kupferfarbenen Flügeln. Beide Arten zählen zu den Rindenbrütern und befallen Nadelbäume, insbesondere Fichten.

Andere Arten sind auf Laubhölzer spezialisiert, der Kleine Buchenborkenkäfer zum Beispiel auf Rotbuchen und der Obstbaumsplintkäfer auf Obstbäume. Es gibt auch Borkenkäfer, die nicht in der Rinde, sondern direkt im Holz brüten. Dazu zählt zum Beispiel der Ungleiche Holzbohrer, der für Laubbäume wie Eichen und Ahorne eine Bedrohung darstellt.

Die durch das Anlegen von Brutkammern und Larvengängen entstehenden Schäden sind vor allen an den Baumstämmen selbst sowie an den stärkeren Ästen festzustellen. Die Ein- oder Austrittslöcher der Borkenkäfer lassen sich mit dem bloßen Auge erkennen. Sie können aber von den Bäumen mit Harz gefüllt werden. Die Pfropfen sind dann an der Oberfläche zu sehen.

Folgen des Befalls durch den Borkenkäfer

Bei einem Befall durch rindenbrütende Borkenkäfer kann es zu flächigen Ablösungen der Borke kommen. Braunfärbungen von Laub oder Nadeln und ein verkümmertes Wachstum von Zweigen, Ästen oder auch ganzen Stämmen entstehen als zeitverzögert auftretende Schäden. Neben den direkten Fraßschäden in der Rinde oder dem Holz des Baumes sind Borkenkäfer häufig auch für sekundäre Pilzerkrankungen verantwortlich, da sie die Pilzsporen am Körper tragen. Bei einem Befall durch Buchdrucker zeigt sich eine solche Pilzerkrankung zum Beispiel an der Blaufärbung des Splintholzes.

Borkenkäfer befallen bevorzugt Bäume, die bereits geschwächt sind. Eine hinreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sowie ein Standort mit genügend Licht sind wichtige Faktoren bei der Prävention. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch Baumpfleger bieten sich ebenfalls an. Haben Sie einen Verdacht auf Befall, sollten Sie umgehend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Im Garten gibt es leider keine andere Möglichkeit, als die befallenen Stellen und nötigenfalls zum Schutz anderer Gehölze den ganzen Baum zu entfernen.

Bockkäfer

Bockkäfer sind holzzerstörende Insekten, die überwiegend Trockenholz befallen. Dazu gehört der fünf bis zehn Millimeter lange Hausbockkäfer, dessen Larven vor allem für Dachstühle und Deckenhölzer aus Fichte und anderen Nadelhölzern gefährlich sind. Es gibt aber auch einige Bockkäferarten, die lebende Bäume befallen wie der Gemeine Fichtensplintbock. Er wird 9 bis 18 mm lang, hat einen schwarzen Körper und braune Deckflügel, die sich durch Behaarung und eine Längsrippung auszeichnen.

Bockkäfer - Baumpflege München- Sams Baumpflege

Als holzzerstörende Insekten bohren sich die Larven des Gemeinen Fichtensplintbocks bis zu vier Zentimeter tief in das Holz, bevor sie im 90-Grad-WInkel eine Puppenkammer herausnagen. Befallen werden überwiegend Bäume in einem Alter von 60 bis 100 Jahren. In ähnlicher Weise wie der Gemeine Fichtensplintbock gehen Scheibenböcke vor, die je nach Art sowohl Laub-als auch Nadelhölzer befallen. Tiefer als dieser Arten dringen Langhornböcke in den Baum ein. Sie können sogar das Kernholz erreichen.

Eine große Gefahr stellen auch die Neozoonen unter den Bockkäferarten dar. So bezeichnet man bei uns nicht heimische Arten, die unter Beteiligung des Menschen eingeschleppt wurden. Neozoone haben keine auf sie spezialisierten Fressfeinde und können sich deshalb ohne Gegenmaßnahmen besonders einfach ausbreiten. Zu diesen Neozoonen unter den Bockkäfern zählt der Asiatische Laubholzbockkäfer. Er befällt Laubbäume wie Birken, Eschen und Walnussbäume.

Für Ahorne, aber auch für Apfelbäume, Haselnussbäume und Rosskastanien ist ein Befall durch den Zitrusbockkäfer ernst zu nehmen. Die Larven dieser 21 bis 37 mm langen Bockkäfer dringen sehr tief ins Holz ein und können auch kerngesunden Bäumen schweren Schaden bis zum Tod zufügen.

Holzwespe

Holzwespen gehören zu den Pflanzenwespen und erreichen eine Körperlänge bis zu 4 cm. Die Weibchen legen ihre Eier in Eiröhren ab, die vertikal zur Stamm- oder Astoberfläche verlaufen. Von diesen Röhren ausgehend nagen die Larven Fraßgänge mit einer Länge bis zu 40 cm. Das Holz selbst stellt für die Larven allerdings keine Nahrung dar. Sie ernähren sich von holzzersetzenden Pilzen, die vom eierlegenden Weibchen auf das Holz übertragen werden.

Holzwespen befallen sowohl lebende und geschwächte als auch frisch gefällte Bäume, wobei einige Arten auf Nadelbäume und andere auf Laubbäume spezialisiert sind. Ihre Bedeutung als holzzerstörende Insekten ist im Vergleich zu Borkenkäfern oder Bockkäfern eher moderat. Bekämpfungsmaßnahmen sind meist nicht erforderlich.

Holzwespe - Baumpflege München- Sams Baumpflege

Weidenbohrer

Weidenbohrer sind nachtaktive Schmetterlinge mit einer Flügelspannweite bis zu acht Zentimetern. Aufgrund ihres dunkel marmorierten Erscheinungsbilds und ihrer Aktivität in der Dunkelheit sind sie auf Bäumen nicht immer leicht zu entdecken. Das Schadpotenzial der Raupen ist erheblich. Im schlimmsten Fall kommt es zur Zerstörung des Baums innerhalb einiger Monate. Wie aus dem Namen bereits hervorgeht, bedrohen Weidenbohrer vor allem Weiden. Daneben können aber auch Birken und Obstbäume unter einem Befall leiden.

Weidenbohrer - Baumpflege München- Sams Baumpflege

Die Raupen sind dank ihrer charakteristischen Färbung leicht zu erkennen. Im Rückenbereich sind sie von dunkelroter und auf der Unterseite von gelber Farbe. Die Weibchen des Weidenbohrers legen zunächst einige hundert Eier in Spalten der Rinde ab, die auf viele kleinere Päckchen verteilt sind. Im Raupenstadium dient dann zunächst die Rinde als Nahrung. Später fressen sich die Raupen tief in das Holz und bilden dabei bis zu zwei Zentimeter breite und mehrere Meter lange Fraßgänge in Richtung der Baumkrone. Die Aktivität ist bei Windstille auch hörbar. Für die Verpuppung graben sich die Raupen dann im Erdreich ein.

Das Schadbild äußert sich zunächst eher unauffällig in Form von welken Blättern und vertrockneten Zweigen. Gefährlicher ist die intensive Aushöhlung des Holzes, wodurch sich die Anfälligkeit für Windbruch stark erhöht. Darüber hinaus geht der Befall oft mit sekundären Pilzerkrankungen einher. Zu den Möglichkeiten der Bekämpfung gehören das Einbringen von Larven der Schlupfwespe. Bei starkem Befall bleibt leider oft nur die Entfernung des Baums übrig.

Verdacht auf holzzerstörende Insekten im Garten: Sam’s Baumpflege hilft!

Wenn Sie den Verdacht haben, dass holzzerstörende Insekten in Ihren Bäumen aktiv sind, ist schnelle Hilfe gefragt. Sam’s Baumpflege hat bei der Prävention und Bekämpfung von Baumschädlingen jeder Art eine große Erfahrung. Wir werden unser Möglichstes tun, um befallene Bäume zu retten. Im Zweifelsfall übernehmen wir aber auch die notwendige Fällung der Bäume im inklusive der Entsorgung.

Ich bin Sascha, Gründer von Sam‘s Baumpflege und bin zusammen mit meinem Team ihr Ansprechpartner für Ihre Bäume.

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